Das schwarze Gold

 

 

„Schamong Kaffee“ ist in Köln kein unbekannter Name. Seit über 50 Jahren steht Schamong für Kaffeegenuss höchster Qualität. Das erste Geschäft wurde 1949 als Filiale des Hauptgeschäfts Lülsdorff-Kaffee in der Venloer Straße von Josef Schamong eröffnet. Zehn Jahre später entschloss er sich, das Geschäft zu übernehmen, um künftig unter den Namen „Schamong Kaffee“ Bohnen allerfeinster Qualität anzubieten. Die Kaffeerösterei etablierte sich schnell und war bald außerhalb von Köln bekannt – somit war ein gutes Fundament gesetzt.

Aus Altersgründen übergab Josef Schamong 1995 das Geschäft an seinen Sohn Fred, der die Traditionsmarke erfolgreich bis 2008 führte. Mittlerweile wird die Kaffeerösterei in der dritten Generation geführt. Auch das Geschäftskonzept wurde überarbeitet: Es sollte nicht nur perfekt gerösteter Kaffee und Tee verkauft werden, sondern auch grundlegendes Wissen über die schwarze Bohne vermittelt werden. Mit dem Umzug in die deutlich größeren Geschäftsräume in der Venloer Straße 535 war die Gründung der neuen Kaffee-Akademie schließlich möglich. „Wir wollen Kaffeeliebhabern zeigen, wie man fachkundig mit der Bohne umgeht – vom Anbau bis hin zur perfekten Zubereitung des Getränks“, so Holger Schamong. Dafür wird mit Kölns erstem zertifizierten SCAE (Speciality Coffee Association of Europe), nämlich Barista Fabio De Nittis, zusammengearbeitet. Er nimmt die Teilnehmer auf eine spannende Reise in die Welt des Kaffees mit und verrät dabei so einige Insider-Tipps. Denn Kaffeemachen, so Fabio De Nittis, bedeutet das perfekte Zusammenspiel zwischen Maschine, Mühle, Außentemperatur, Kaffeebohne und Mensch, wobei für ihn vor allem der Mensch die entscheidende Rolle spiel. Und so braucht es viel Übung, um eine wirklich gute Tasse Kaffee zuzubereiten.

Angeboten werden vier Lehrgänge: Der Kurs „Barista & Latte-Art Basic“ richtet sich sowohl an Personen aus dem gastronomischen Bereich als auch an ambitionierte Kaffeeliebhaber und Home-Barista. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Neben einer Einführung in die Welt des Kaffees wird der Beruf das Barista vorgestellt, nach einem kleinen Snack werden dann die verschiedenen Zubereitungsarten unter professioneller Anleitung geübt. Der Kurs kostet 199 Euro und dauert viereinhalb Stunden, neben den Seminarunterlagen erhalten alle Teilnehmer ein Zertifikat. Direkt anschließend kann der Zusatzkurs „Latte Art professional“ besucht werden, der sehr praxisorientiert angelegt ist. Im Kurs können die Teilnehmer durch intensives Training unter professioneller Anleitung ihre eigene „Latte Art“ perfektionieren. Der Kurs kostet 99 Euro und dauert zwei Stunden, Voraussetzung ist der Besuch des ersten Kurses. Weitere Kurse wie ein Espresso-Workshop sind in Planung. Auch ein Grundlagenseminar in Zusammenarbeit mit dem Café St. Mocca wird angeboten: Kaffeesommelier Markus Losse gibt hierbei interessante Einblicke in die Welt der geheimnisvollen schwarzen Bohne, die Lust auf mehr machen. Alle Termine zu den verschiedenen Seminaren finden Sie immer auf der Website von Schamong-Kaffee.

Für Kölner, die Kaffee lieben, ist ein Besuch im Ladengeschäft von Schamong Kaffee ein Pflichtbesuch. Hier wird der Kaffee noch wie vor 50 Jahren „gebrannt“, verwendet werden ausschließlich ausgesuchte Rohstoffe aus Süd- und Zentralamerika, aus Afrika und aus Asien. Im Unterschied zu den großen industriellen Kaffeeröstereien wird der Kaffee mit dem traditionellen Trommelröster im Langzeitverfahren geröstet. Zum Einsatz kommt dabei die gusseiserne Probat Röstmaschine UG 15n, die seit vielen Jahren treu ihren Beitrag zum Erfolg von Schamong Kaffee leistet. Das sehr langsame und schonende Röstverfahren ermöglicht eine optimale Bildung der Aromen, während gleichzeitig die unerwünschten Säuren abgebaut werden. Die Kaffeebohne kann so ihr gesamtes Geschmackspotential entfalten. Den Unterschied zu herkömmlichem Industriekaffee werden Sie sofort schmecken. Daneben ist der Schamong Kaffee besonders verträglich – ideal für alle, die einen empfindlichen Magen haben. Da jede Bohne ihren eigenen Charakter besitzt, werden die einzelnen Sorten unterschiedlich und einzeln geröstet, damit sie ihren individuellen Geschmack entfalten können. Jede Charge wird anschließend sorgsam von Hand verlesen, bevor der Kaffee in den Verkauf kommt.

Seinen Ursprung hat der Kaffee übrigens in Afrika. Der aus Äthiopien stammende Arabica wurde bereits im 15. Jahrhundert im Yemen angebaut. Für den Wachstum benötigen die Arabica-Pflanzen eine durchschnittliche Temperatur von 18 bis 25 Grad, in der Regel gedeihen sie am besten auf einer Höhe von 600 bis 1200 Metern. Die ersten Robusta-Pflanzen wurden im Kongo entdeckt, der professionelle Anbau wird aber erst seit 1900 in Indonesien betrieben. Sie vertragen höhere Temperaturen, sind aber auch kälteempfindlicher als Arabica. Angebaut werden sie auf einer Höhe von 300 bis 800 Metern. Als besonders wertvoll gelten Hochlandkaffees, die sich durch eine sehr feine Säure und hervorragenden Geschmack auszeichnen. Wussten Sie außerdem, dass für einen Sack Rohkaffee um die zehn Arabica-Bäume abgeerntet werden müssen? Ein einzelner Kaffeebaum liefert nämlich nicht viel mehr als zwei Pfund Kaffee pro Jahr, denn eine Kaffeekirsche enthält immer nur zwei Bohnen. Um reif zu werden, benötigen sie je nach Lage um die zehn Monate, geerntet wird also nur einmal pro Jahr. Die Kirschen werden meist von Hand gepflückt, um eine gute Qualität zu sichern. Viele Kaffeeplantagen sind außerdem nur schwer zugänglich, so dass ein Einsatz von Erntemaschinen meist gar nicht möglich ist. In mehreren Arbeitsgängen werden die Bohnen von ihrer Ummantelung getrennt, geschält und schließlich, nach Größe, Dichte und Farbe sortiert als Rohkaffee in Säcke gefüllt, um ihre Reise in die Kaffeerösterei von Schamong Kaffee anzutreten. Und wenn Sie möchten, verwöhnt sie Sie in einer in Form einer herrlich duftenden Tasse Kaffee mit dem wunderbaren Schamong-Kaffee-Aroma…

 

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